Ein traditionsreiches Fest zwischen Laufenselden und Rettert, Legende und historischer Wahrheit.
Besuche die beiden Gemeinden
Die historische Fahlerkerb lebt durch die beiden Nachbargemeinden Laufenselden und Rettert. Wähle einen Ort, um direkt auf deren eigenen Internetseiten aktuelle Informationen, Termine und das Programm zum laufenden Fest zu erhalten:
Was bedeutet eigentlich "Fahler"? Über Generationen hinweg rätselten Heimatforscher über diesen ungewöhnlichen Namen und sponnen wilde Theorien von keltischen Opferstätten. Doch die sprachwissenschaftliche Wahrheit ist weitaus pragmatischer und führt uns direkt an das alte nassauische Falltor an der Grenze, vor dem die Laufenseldener tanzten.
Die wohl bekannteste Erzählung besagt, dass die Laufenseldener den Rettertern einst beim Kirchenbau halfen. Doch entspricht diese Tradition der Wahrheit? Entdecke das spannende Zusammenspiel aus jahrhundertealten Marktrechten, einem verheerenden Brand im Jahr 1691 und einer nachbarschaftlichen Verbundenheit, die das außergewöhnliche Privileg der Laufenseldener auf dem Laurentius-Jahrmarkt erklärt.
Rettert war im Mittelalter ein historisches Kuriosum: Die Bannzäune trennten das nassauische Kerndorf von seiner eigenen Gemarkung und dem Umland, welches unter hessisch-vierherrischem Einfluss stand. Begib dich auf Spurensuche an der Schuleck und dem alten Hohlweg und erfahre, wie diese Grenze das Fest auf das "Fahler"-Feld drängte – direkt vor das Falltor auf neutralen Boden.
Warum wird die Fahlerkerb traditionell nur alle drei Jahre gefeiert? Entdecke das Rätsel hinter dem Rhythmus: War es ein historisches Festbündnis aus drei Nachbarorten, oder lag es an den unerbittlichen Vorgaben der damaligen Zeit? Erfahre, wie Tradition, Natur und Regulierung im 18. Jahrhundert zusammenfanden.
Die Geschichte der Kerb ist voller Humor, Eigensinn und listiger Kniffe. Erfahre mehr über den kuriosen Hutraub von 1683, das spitzbübische "Scheunen-Schlupfloch" von 1715, den mutigen geheimen Rundgang von 1942 mitten im Krieg und den legendären Tauschhandel von 1954: Bier gegen Wasser!